Die Schwalbe

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1 - P1376005

Le Palamede , p. 178, 04/1846
P1376005
(6+6)
Gewinn?
1. b3+? Ka5 2. Lxb5 Kxb5 3. b4 Ka4 4. Kb1 Kb5 5. Kc1 Ka4 6. Kd1 Kb5 7. Ke2 Ka4 8. Ke3 Kb5 9. Kf4 Ka4 10. Kf5 Kxa3 11. b5 Kb2 12. b6 Kxc2 13. b7 Kd1 14. b8=D c2 =

1. b4! (Zugzwang)
1. ... cxb3ep+ 2. cxb3+ Ka5 3. Lxb5 Kxb5 4. Kb1 Ka5 5. Kc2 Kb5 6. Kxc3 +-
play all play one stop play next play all
Das Problem illustriert nicht nur den erzwungenen ep-Schlag, sondern zeigt gleichzeitig, daß es Situationen gibt, in denen der Einfachschritt des thematischen Bauern die Gegenseite nicht zum Schlag zwingt.
Innerhalbe eines Artikels "Peut-on se déclarer pat quand on a encore à jouer?", der Bezug nimmt auf die anhaltende Diskussion im englischsprachigen Raum und wohl auch eine Reaktion ist auf die im März-1846-Heft vorgestellten Regeln zu Patt und en passant innerhalb eines Artikels, in dem auf den Seiten 96ff die grundlegenden Regeln des Schachspiels in Form eines Frage-Antwort-Dialogs (Demande-Response) dargestellt wurden. Speziell zum en-passant-Schlag (S.106):
D: Est-il forcé de prendre 'en passant'?
R: Non. Il peut le faire ou ne pas le faire à sa volonté; mais la faculté de prendre 'en passant' doit s'exercer sur le coup qui suit immédiatement la marche du Pion deux pas.

Der Artikel ist unterschrieben mit "S.-A.", das dürfte Pierre Charles Fournier de Saint-Amant sein, der vermutlich auch die Diagrammstellung konstruierte.

Der Nachdruck in der 'Leipziger Illustrirte Zeitung' ist von folgendem Text begleitet:
"Dieses Endspiel geben wir in der Absicht, um durch dasselbe eine der schönsten Aufgaben von Herrn Anderssen, unsere 101. [P1286517], zu rechtfertigen, welche von Vielen, besonders von Herrn R. in Kirchberg, für unrichtig erklärt worden ist. In jener Aufgabe und in gegenwärtigem Endspiel handelt es sich darum: Muß der Schwarze den Bauer en passant schlagen, wenn er keinen andern Zug hat, oder kann er, auf die Regel sich stützend, daß es ihm frei stehe, den Bauer zu schlagen oder nicht zu schlagen, denselben zwei Schritte gehen lassen und sich für patt erklären? Diese Frage bejahen einige Schachspieler Englands, unter diesen Mr. Walker. Der Palamède aber – St. Amant – dem wir beistimmen, verneint sie und kann nicht begreifen, wie ein so großer Schachspieler und Schriftsteller, wie Walker, eine so vorgefaßte und gegen die Regel sündigende Meinung haben könne. Die Regel sei ja : „Wenn man, ohne im Schach zu stehen, nicht mehr ziehen kann, so ist man patt.“ Wenn nun in obigem Endspiele der Weiße b2-b4 ziehe, so könne der Schwarze sich nicht für patt erklären, denn er könne ja noch ziehen; er könne und müsse den Bauer en passant nehmen. Eine ausführliche, seitenlange Erörterung, welche der Palamède giebt – s. Aprilheft 1846 – halten wir für überflüssig, da Deutschlands Schachfreunde an dem Bilguer'schen Lehrbuche, das für St. Amant entscheidet, Autorität genug haben."
Henrik Juel: An interesting story, with a happy ending (2020-05-16)
VL: Reproduced in A.White’s "Running the Gauntlet" (1911) on p.20 as anonymous Diagram V stipulated “White wins in six moves”; also with some similar historical details. (2020-05-16)
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Keywords: En passant (forced)
Genre: Studies
FEN: 4B3/8/3p4/1n1p4/k1pP4/P1p5/KPP5/8
Reprints: Deutsche Schachzeitung , p. 117, 1846
121 Leipziger Illustrirte Zeitung 20/06/1846
V Running the Gauntlet , p. 20, 1911
Input: Mario Richter, 2020-05-16
Last update: Alfred Pfeiffer, 2020-05-18 more...
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